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Innere Leere – wenn alles irgendwie egal ist und mich sogar Dinge die ich liebe nicht mehr erreichen


Hallo ihr Lieben ❤️


Seit ein paar Wochen bin ich in einer Phase, die sich schwer erklären lässt.

Nicht, weil sie so komplex ist. Sondern weil sie sich nach… nichts anfühlt.

Es ist keine Traurigkeit, die ich greifen kann. Kein klarer Auslöser.

Es ist einfach Leere.

Alles wird gleichgültig. Alles wird monoton. Alles fühlt sich an, als hätte es keine richtige Bedeutung mehr.

Und genau darüber möchte ich heute schreiben. Über die Innere Leere.


Wenn plötzlich alles egal ist

Diese Leere kommt nicht plötzlich mit einem Knall. Sie schleicht sich rein.

Erst ist es nur ein „heute nicht“. Dann ein „mach ich später“. Und irgendwann ist da einfach… nichts mehr.

Ich poste nichts mehr. Ich schreibe keine Blogbeiträge mehr. Ich hätte Gedanken, ich hätte Themen, ich hätte eigentlich sogar Worte. Aber sie fühlen sich sinnlos an.

Warum sollte ich das überhaupt schreiben? Wen interessiert das?

Und genau da fängt Brunhilde an. Ganz ruhig. Ganz sachlich.

Es interessiert eh niemanden.

Die Leute, die dir wichtig sind, schauen es sich nicht mal an.

Warum solltest du dir Mühe geben?

Und ich sitze da und habe nichts, was ich ihr entgegensetzen kann. Weil ich es nicht fühle.

Ich weiss, dass mir gewisse Dinge guttun würden. Dass Schreiben mir hilft. Dass Kreativität mir Zugang gibt.

Aber ich komme nicht hin. Es ist, als wäre ich von mir selbst abgeschnitten.


Diese Innere Leere ist nicht ruhig – sie ist mühsam

Was viele nicht verstehen: Diese Leere ist nicht entspannend, sie ist anstrengend. Weil plötzlich alles mühsam wird.

Es macht keinen Sinn, meine Meinung zu sagen.

Es macht keinen Sinn, zu diskutieren.

Es macht keinen Sinn, zu sagen, wenn mich etwas stört.


Also sage ich nichts.

Ich werde still.

Nicht bewusst. Sondern weil alles in mir sagt:

Lass es. Es bringt eh nichts. Es ist egal.


Und dann wird es gefährlich.

Weil es nicht bei Kleinigkeiten bleibt.

Mir werden Konflikte egal.

Mir werden Verpflichtungen egal.

Mir werden Dinge egal, die mir eigentlich wichtig sein sollten.


Und Brunhilde legt noch einen drauf:

Du bist sowieso nicht wichtig genug, dass deine Meinung irgendetwas verändert. Also halt einfach den Mund.

Und ich glaube das. Nicht, weil ich will. Sondern weil ich nichts fühle, was dagegen spricht.


Die plötzlichen Emotionsbomben

Und dann gibt es diese Momente, die komplett aus dem Nichts kommen und alles durchbrechen.

Diese Leere ist nicht konstant ruhig. Manchmal reisst sie auf.

Ich sitze da, alles ist gleichgültig. Und plötzlich kommt eine Welle.

Einsamkeit. Traurigkeit. Überforderung.

Es trifft mich mit voller Wucht. Ohne Vorwarnung. Ohne klaren Auslöser. Und ich fange an zu weinen.

Diese Momente sind intensiv, fast überwältigend.

Aber sie verschwinden genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind.

Und danach bleibt wieder… nichts.


Wenn selbst Menschen plötzlich weit weg sind

Das Schwierigste ist für mich, was mit Beziehungen passiert.

Ich habe keinen Zugang mehr. Ich weiss, dass mir Menschen wichtig sind. Aber ich spüre es nicht mehr.

Es ist, als würde die Verbindung einfach gekappt.

Und Brunhilde sagt:

Ist doch egal.

Die melden sich ja auch nicht wirklich.

Du bist nicht wichtig für sie, also warum sollten sie wichtig für dich sein?

Und ich ziehe mich zurück.

Ich antworte nicht mehr. Oder ich vergesse zu antworten. Oder ich melde mich nicht, obwohl ich es gesagt habe.

Nicht aus bösem Willen. Sondern weil alles einfach… egal wirkt.


Der einzige Punkt, der anders ist

Und dann gibt es Blue.

Und da ist plötzlich alles anders.

Da ist Verantwortung. Da ist Gefühl. Da ist Verbindung.

Und genau das zeigt mir, dass ich nicht „kaputt“ bin.

Sondern dass diese Leere selektiv ist.

Und das macht es fast noch verwirrender.


Kurze Momente von Zugang und warum sie nicht bleiben

Manchmal gibt es kleine Fenster, in denen ich wieder etwas spüre.

Zum Beispiel beim Basteln für Ostern.

Da war kurz ein Gefühl von Verbindung. Ein kleiner Funke von: ich bin noch da.

Ich konnte mich für einen Moment verlieren, mich konzentrieren, etwas erschaffen.

Da war ich kurz wieder voll drin. Ich dachte kurz: vielleicht geht es wieder.

Und genau in solchen Momenten merke ich, wie sehr mir das eigentlich fehlt.

Aber diese Momente halten nicht. Sie kippen schnell wieder. Und dann ist es wieder weg.

Die Leere kommt zurück, leise, aber bestimmt, und legt sich wieder über alles.

Als hätte ich kurz Luft geholt, nur um direkt wieder unter Wasser gedrückt zu werden.

Und ich sitze wieder da und denke: Okay… das war’s dann wohl wieder.


Wenn Brunhilde komplett übernimmt

Mit dieser Leere wird auch Brunhilde lauter.

Nicht unbedingt direkt schreiend laut. Eher subtil.

Sie flüstert:

Es interessiert niemanden, was du sagst.

Du bist nichts wert.

Du bist nicht wichtig.

Du übertreibst eh.

Du machst alles falsch.

Du machst nur Probleme.

Alle wären besser dran ohne dich!

Es wäre besser du würdest nicht existieren!

Und dabei wird sie immer lauter.


Und das Schlimme ist: Je länger ich in dieser Leere bin, desto glaubwürdiger werden ihre Worte.

Weil ich nichts fühle, was dagegenhält. Kein „doch“. Kein „stimmt nicht“.

Es gibt keine Gegenstimme, kein inneres Gefühl von Wert.

Nur diese dunkle, ruhige Überzeugung, dass ich egal bin.


Wenn selbst Hilfe nur noch nervt

Ich habe meine Therapeutin in dieser Phase komplett gesplittet. Nicht aus Angst.

Sondern weil ich einfach keine Lust hatte. Keine Lust, hinzugehen. Keine Lust, mich mit mir auseinanderzusetzen. Keine Lust, irgendetwas zu erklären, was sich nicht erklären lässt. Ich wollte einfach meine Ruhe.

Ich habe versucht, den Termin abzusagen. Das ging nicht. Und beim nächsten Termin habe ich gesagt, ich sei krank. Einfach, damit ich nicht hingehen muss.

Und Brunhilde so:

Genau richtig.

Du hast eh nichts zu sagen.

Du verschwendest nur ihre Zeit.

Du bist nicht wichtig genug für Therapie.


Ich bin dann trotzdem hingegangen und habe ihr gesagt, wie es wirklich ist.

Dass ich leer bin. Dass ich keine Lust habe. Dass ich sie belogen habe, weil ich nicht kommen wollte.

Denn ich habe die Tendenz in solchen Phasen genau die Menschen wegzudrücken, die mir eigentlich helfen wollen.


Wenn ich einfach irgendetwas fühlen will

Ich habe mir spontan zwei Piercings stechen lassen. Beide am gleichen Tag.

Nicht geplant. Nicht durchdacht. Sondern impulsiv. Ich wollte das plötzlich. Jetzt.

Ich habe nach Studios gesucht, bis ich eines gefunden habe, das sofort Zeit hatte.

Und als ich dachte, es klappt vielleicht nicht, war ich richtig schlecht drauf.

Weil ich nicht warten wollte. Ich brauchte etwas. Irgendetwas. Und dann kam die Zusage, dass sie spontan Zeit haben.

Und Brunhilde so:

Mach einfach.

Ist doch egal.

Wir machen das jetzt, egal wieviel Angst wir haben.

Wir denken nicht mehr drüber nach, ob es gut ist oder nicht.

Hauptsache du fühlst mal wieder irgendwas.

Und genau so hat es sich angefühlt.


Flucht, Stillstand und dieser Druck in meinem Kopf

Eine Zeit lang habe ich versucht, dieser Leere davonzulaufen. Ich bin jeden Tag mit Blue raus. 4 bis 8 Kilometer. 10’000 bis 20’000 Schritte. Fast ohne Pause. Nicht, weil ich Lust hatte.

Es war nicht einfach nur Bewegung. Es war Ablenkung. Kontrolle. Ein Versuch, nicht stehen bleiben zu müssen. Weil ich wusste, sobald ich stehen bleibe, kommt diese Leere wieder.

Und dann musste ich plötzlich aufhören.

Fussschmerzen. Und auch Blue braucht gerade mehr Ruhe.

Seit etwa zwei Wochen kann ich nicht mehr so laufen wie vorher. Und das trifft mich härter, als ich erwartet hätte. Es triggert etwas in mir.

Dieses Gefühl von:

Ich mache zu wenig. Ich bin zu wenig. Ich verliere die Kontrolle.


Das Paradoxe, das alles noch komplizierter macht

Und gleichzeitig passiert etwas, das mein Kopf nicht greifen kann.

Mein Gewicht ist gefallen. Drei Kilo.

In einer Phase, in der ich weniger gemacht habe. Mehr gegessen habe. Und weniger Bewegung hatte.

Während ich vorher alles gegeben habe, ist einfach nichts passiert.

Ich war gestresst. Ich war genervt. Ich war im Dauer-Druck.

Und jetzt?

Pause. Weniger Zwang. Mehr Raum.

Und plötzlich passiert etwas.

Brunhilde kommt wieder und sagt:

Ja super, und jetzt ruhst du dich drauf aus, oder was? Reiss dich zusammen. Du musst wieder mehr machen.

Ich kann mich nicht mal richtig freuen. Weil sofort wieder Druck da ist.


Nicht gesehen werden – und was das mit mir macht

Ich glaube, ein Teil dieser Phase hat mit dem Gefühl angefangen, nicht gesehen zu werden.

Ich hatte diese Vorstellung, dass mein Blog und Instagram mir eine Art Resonanz geben. Dass da etwas zurückkommt.

Ich wollte gesehen werden. Nicht berühmt. Einfach Verständnis, Echo, vielleicht sogar Verbindung.

Aber es kommt nichts zurück.

Und die Menschen, die mir wichtig sind, interessiert es nicht wirklich.

Und Brunhilde sagt:

Siehst du? Du bist egal. Du bist nicht wichtig genug.


Und das tut weh. Mehr, als ich es mir vielleicht eingestehen wollte.

Und irgendwann wird dieser Schmerz zu viel. Und dann passiert etwas, das ich gut kenne:

Sie kippt und wird zu Leere.

Weil es einfacher ist, nichts zu fühlen, als sich immer wieder nicht wichtig zu fühlen.


Eine junge Frau sitzt zusammengesunken auf dem Boden eines dunklen Zimmers, ruhig und innerlich leer.


Was diese Leere wirklich ist

Diese Leere ist nicht einfach ein „Nichts“. Sie ist ein Schutz.

Ein Zustand, in dem das System runterfährt, weil zu viel Gefühl da war.

Zu viel Enttäuschung. Zu viel Druck. Zu viel innere Spannung.

Und dann bleibt ein Zustand übrig, der sich anfühlt wie Gleichgültigkeit.

Aber eigentlich ist es ein Überlebensmodus. Leise. Still. Schwer. Und unglaublich gleichgültig.


Und Jetzt?

Ich habe noch keine perfekte Lösung dafür. Aber ich versuche gerade, nicht mehr komplett dagegen anzukämpfen. Nicht alles sofort wieder „fühlen“ zu müssen. Nicht sofort wieder funktionieren zu müssen. Sondern kleine Momente zu nehmen, in denen ich wieder etwas spüre. Auch wenn sie kurz sind. Und mir immer wieder bewusst zu machen:

Nur weil es sich gerade leer anfühlt, heisst das nicht, dass nichts mehr da ist.


Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag einen Einblick in dieses Gefühl von innerer Leere geben und vielleicht fühlt sich der ein oder andere von euch darin ein kleines bisschen weniger allein. ❤️


Passt auf euch auf und habt einen schönen Tag. ❤️

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