
Grenzen setzen – für mich selbst und in Beziehungen
- Stefanie Garmatter
- 30. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Hallo meine Lieben ♥️
Ich habe lange gedacht, dass es einfacher ist, alles mitzumachen, Konflikte zu vermeiden und es allen recht zu machen. Erst nach und nach habe ich gemerkt, wie sehr mich das belastet und dass ich mich dabei selbst verliere. Grenzen zu setzen ist nicht einfach, aber absolut notwendig.
Warum Grenzen so wichtig sind
Grenzen schützen uns vor Überforderung und Erschöpfung. Sie bewahren unseren Selbstrespekt und unsere Würde. Und sie sind unglaublich hilfreich für gesunde Beziehungen, weil sie klare Erwartungen schaffen, sowohl für uns selbst als auch für andere.
Wann Grenzen besonders wichtig sind
Ich merke selbst immer wieder, wie schwer es mir fällt, Grenzen zu setzen, in Freundschaften, in der Partnerschaft oder einfach für mich selbst. Im Allgemeinen fällt mir „Nein“ sagen sehr schwer, weil ich lange gedacht habe, dass ich leisten oder alles ertragen muss, um geliebt zu werden. Das führt oft dazu, dass ich Konflikte vermeide, auch wenn es mir selbst nicht gut tut. Beispiele, bei denen Grenzen helfen können:
In Freundschaften: Früher habe ich oft geschwiegen, selbst wenn mich etwas verletzt oder gestört hat, weil ich niemanden vor den Kopf stoßen wollte. Anfang dieses Jahres habe ich dann so viel Enttäuschung erlebt, dass ich angefangen habe, einfach meine ehrliche Meinung zu sagen. Es hat unglaublich gutgetan, nicht mehr immer zu schweigen, auch wenn es je nach Tagesform noch immer sehr schwer ist.
In der Partnerschaft: Auch hier fällt es mir oft schwer, meine Grenzen zu setzen. Ob es um Worte, Verhalten oder Bedürfnisse geht, ich zögere häufig, aus Angst vor Konflikten oder Ablehnung.
Für mich selbst: Wenn ich merke, dass ich zu viel mache, mich überfordere oder meine eigene Selbstfürsorge vernachlässige.
In meiner früheren Arbeitssituation: Ich habe oft mehr Aufgaben übernommen, als gut für mich war, oder Dinge akzeptiert, die mir nicht gut getan haben, nur um niemanden zu enttäuschen.

Wie man Grenzen kommuniziert
Grenzen zu setzen heißt nicht, unfreundlich zu sein, es bedeutet, ehrlich und klar zu sein:
Klar und konkret sein: Sag, was für dich okay ist und was nicht.
„Ich“-Botschaften nutzen: Zum Beispiel „Ich fühle mich überfordert, wenn…“ statt „Du machst immer…“
Kurz und sachlich bleiben: Du musst dich nicht rechtfertigen oder entschuldigen.
Wiederholung ist erlaubt: Manchmal wird deine Grenze nicht sofort respektiert, bleib konsequent.
Meine Erfahrung
Früher habe ich oft Ja gesagt, obwohl ich keine Lust hatte oder zu müde war, und ich habe geschwiegen, wenn mich etwas verletzt hat. Ich wollte niemanden enttäuschen und Konflikte vermeiden. Das Ergebnis war, dass ich mich leer, ausgelaugt und oft ausgenutzt gefühlt habe. Anfang dieses Jahres habe ich dann angefangen, meine ehrliche Meinung zu sagen und es hat unglaublich gutgetan, nicht mehr immer zu schweigen. Trotzdem ist es noch immer schwierig, meine Grenzen klar zu machen, und je nachdem, wie es mir gerade geht, schaffe ich es noch oft nicht, Nein zu sagen oder meine Meinung auszusprechen.
Mein Tipp für dich
Grenzen zu setzen ist ein Lernprozess, sei geduldig mit dir selbst. Fang klein an: Setze eine einzige Grenze, beobachte, wie es dir damit geht, und dann kommt die nächste. Mit jeder Grenze, die du setzt, stärkst du dich selbst und machst deine Beziehungen gesünder.

Ich hoffe, dieser Beitrag gibt euch einen kleinen Einblick, wie wichtig Grenzen sind und wie ihr anfangen könnt, eure eigenen zu schützen.
Habt einen schönen Tag und seid liebevoll zu euch selbst. ❤️




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